Zum Beispiel Haus Kolk an der Ley

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Den unten folgenden Text schrieb ich vor einigen Jahren schon (2004). Schauen Sie doch mal auf einer Ihrer Touren nach, wie es heute aussieht.
Ein kleiner Ausflug von Kervenheim zum Haus Kolk bei Uedem am 9.Mai 2004. Wetter heiter bis wolkig. In der Zeitung stand ein Artikel über die Renovierung von Haus Kolk, ein Grund, einmal am westlichen Rand der Brüche zwischen Uedem und Uedemerbruch nachzuschauen. Schon die Anfahrt von Kervenheim ist malerisch und voller Abwechslung. Ich weiß nicht, wie häufig im Laufe der Jahre ich den Uedemerfelderweg schon abgefahren bin. Den Reiz bezieht diese Strecke aus der Lage exakt an der Nahtstelle zwischen feuchtem Flachland ("Die Brüche") und den hier nach Westen hin ansteigenden Höhenzügen (bis über 50 m NN). Wie an einer lockeren Perlenkette sind bäuerliche Betriebe aufgereiht, z.T. mit schönen Fassaden und vorgelagerten Hofgärten. Wirklich lohnenswert. Ein echtes Stück Niederrhein! Die Lage von Haus Kolk an der Ley ist
auf der Karte unten mit einem gelben Kreis markiert.
... Nach einiger Zeit geht es rechts ab und man gelangt an ein kleines Wäldchen.
Haus Kolk selbst steht weiß und einsam in sattgrüner Natur. Als ich ankomme bin ich absolut allein, ein großer Bagger ist seitlich abgestelt worden, nirgendwo ein Schild, dass das Gelände nicht betreten werden darf (das Schild lag im hohen Gras, wie ich später feststellen konnte). Auf diese Weise, nach kurzem Fußmarsch über etwas schlammiges Terrain, konnte das Foto oben entstehen. In aller Ruhe war es möglich, umher zu laufen und sich alles anzuschauen.
Das Herrenhaus an der im Sumpfgebiet gelegenen Ley, das seit mehreren Jahren renoviert wird, befindet sich seit 1648 im Besitz der Familie des Grafen Siegwart zu Eulenburg und Hertefeld. Das "Stammhaus" der Familie liegt in Weeze. Die Renovierung soll nun im Herbst 2004 abgeschlossen werden, dann plant die Familie des Grafen den Einzug. Die erste Etage des Gebäudes wurde aufgestockt und die klassizistische Fassade strahlend weiß getüncht, das System an Gräben z.T. erneuert. Der schon länger existierende Wanderweg wurde verlegt, er verläuft nicht mehr so nahe am Herrenhaus vorbei, sondern durch den gräflichen Wald, vorbei an dem Kolk, nach dem das Anwesen benannt wurde und einem Damwildgehege.
Bei Haus Kolk handelt es sich um einen sogenannten "Blender". Von vorne betrachtet, wirkt das Gebäude größer (siehe Foto oben) als die Dimensionen wirklich sind: die Tiefe des Gebäudes beträgt eher bescheidene 7 Meter. Gegen 1800 wurde eine Scheune unmittelbar an das Hauptgebäude angebaut. Die Scheune (niederrheinische Hallenscheune) ist nun - unter Verwendung des alten Baumaterials - im Bereich der ehemaligen Vorburg wieder aufgebaut worden. Beton oder Stahlträger sucht man vergebens. Davon konnte ich mich leicht selbst überzeugen. In alter Zeit diente diese Scheune der Viehhaltung und als Strohlager.
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Alte Scheune
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Fotos vom Mai 2004

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