Tour 10: Die Deichtour

INFO:

Vor 2.000 Jahren entdecken die Römer bereits den Wert der Kleie von Ooij. Sie verwenden ihn zur Herstellung von Ziegelsteinen und Dachziegeln. Nach der Zeit der Römer steigt der Wasserspiegel. Da noch keine Deiche vorhanden sind, hat die Waal leichtes Spiel. Im Laufe der Zeit lagert die Waal soviel Kleie und Sand ab, dass wieder bewohnbares Land entsteht. Auf einem Sandhügel errichtet man eine mächtige Burg, in deren Schatten das Dörfchen Ooij entsteht. Aber die Waal bleibt auch in der Folge gefährlich, so dass ca. 1300 um den gesamten Ooijpolder ein (Bann-)deich angelegt wird. Aber damit ist das Elend nicht wirklich vorbei. Da der Fluss nun nicht mehr die Möglichkeit hat, den Polder zu überfluten, steigt der Wasserspiegel des Flusses nun jeden Winter bis in gefährliche Höhen an. In Verbindung mit Eisgang verursacht dies im Laufe der Jahrhunderte Dutzende von Deichdurchbrüchen. An den Stellen, wo das Flusswasser mit Macht in die Polder hineinströmt, entstehen tiefe Kuhlen, die sogenannten "Kolke" (niederländisch auch "wielen" oder "waaien"). Diese Kolke sind noch immer entlang des Banndeiches zu erkennen. Manchmal wurde der neue Deich auf der Innenseite um sie herum geführt, manchmal an der Außenseite. Eine Anzahl dieser Kolke ist in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts noch mit Hausmüll aus Nijmegen aufgefüllt worden.




Die beiden Fotos am linken Rand stammen vom Streckenabschnitt südlich der Bizonbaai am Spruitenkamp.

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Durch den Ooijpolder führt die Nordstrecke der überregional bekannten Via Romana. Klicken Sie auf den Link unten und Sie gelangen zu einer detaillierten Streckendokumentation:
http://www.via-romana.info


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