Unser Niederrhein          Projekt der 7b Schuljahr 2001/2002

Ich bedanke mich bei Carina für ihre Mitarbeit.

St.Mariä Empfängnis
Labbeck



Labbeck hatte früher keinen Ortskern: Daran wird es gelegen haben, dass die Ortschaft bis 1871 auch keine Kirche hatte. Die verstreut liegenden Höfe und Häuser gehörten teils zur Kirchengemeinde Xanten, teils zu Sonsbeck und teils zu Marienbaum.
Der sonntägliche Kirchgang wie auch das ganze religiöse Leben verlangte den Menschen Opfer ab, die man sich kaum noch vorstellen kann.

Die Chronik berichtet, dass im Jahre 1859 Dechant Brockelmann aus Xanten selbst einen Versehgang nach Labbeck machte und erfahren musste, wie beschwerlich der Weg war. Das veranlasste ihn zu der Äußerung, in Labbeck müsste eine Kapelle gebaut werden. Labbecker Bürger griffen den Gedanken auf und überlegten mit dem Dechant die Möglichkeit eines Kirchenbaus. Ihnen war klar, dass die Mittel dafür von den Labbeckern selbst aufgebracht werden müssten. Zuweisungen vom Bistum, wie sie heute üblich sind, gab es noch nicht.
 

Carina

 

Darauf ruhte das Vorhaben erst einmal, bis im Sommer 1864 der aus Labbeck gebürtige Kaplan Troost im Einvernehmen mit seinen Geschwistern 1000 Taler stiftete. Auf einer vom Xantener Dechant und Kaplan Troost einberufenen Versammlung wurde im September 1864 einstimmig der Bau einer Kirche beschlossen.
Das Grundstück für das Gebäude stellte offensichtlich die Familie Troost zur Verfügung, die zu der Zeit auf der "Küsterei" saß, einem Hof, an den die Kirche noch heute an zwei Seiten angrenzt.
Im Winter 1871 war es soweit gediehen, dass das Gotteshaus am 18.Dezember von J.Troost, nunmehr Präses des Oratoriums zu Kevelaer, eingeweiht und darin die erste hl.Messe gefeiert werden konnte.

Aus der Chronik der Pfarrgemeinde, Willi Remy

zurück zur Tour 2001 |  zurück zur Tour 2002