Unser Niederrhein Projekt
der 7b Schuljahr 2001/2002
Ich
bedanke mich für ihre Mitarbeit bei Janine,
Martina, Kinga und Sarah.
St.Laurentius
Uedem
Sarah
Eine
katholische Pfarrkirche zu Uedem im Kreise
Kleve mit dem Titel des heutigen Märtyrers
Laurentius wird in den Geschichtsquellen
im Jahre 1322 zuerst genannt . Sie war ursprünglich
ein romanischer Bau; im 15 . Jahrhundert
wurde jedoch an den Turm ein dreischiffiges
gotisches Langhaus angefügt . Da sich diese
Kirche im Laufe der Zeit für die große
ausgedehnte Pfarrei als zu klein erwies,
reifte in dem verstorbenen Pfarrer Dr. theol. Josef Frankeser der Entschluss, seiner
Gemeinde zu einem neuen geräumigen Gotteshaus
zu verhelfen. Auf seine Veranlassung hin
wurde im Jahre 1879 der St . Laurentius
Bauverein
ins Leben gerufen, der Dank der großen Opferwilligkeit
der Pfarrmitglieder große Summen aufbrachte, so dass im Mai des Jahres 1886 der Neubau
einer Kirche definitiv beschlossen werden
konnte. Die Lage der alten Kirche bei den
in der Nähe liegenden Häusern war der beste
Bauplatz und wurde auch für die neue Kirche
bestimmt.
DER HEILIGE LAURENTIUS Der
Diakon Laurentius ist einer der bekanntesten
römischen Märtyrer. Er erlitt das Martyrium
unter Kaiser Valerian, wahrscheinlich am
10. August 258. Die Kirche, die man über
seinem Grab gebaut hat, zählt zu den sieben
Hauptkirchen Roms. Sein Name wird noch heute
im Messkanon erwähnt. Der hl. Laurentius,
dessen Name der mit Lorbeer Geschmückte*
bedeutet, wird immer in der Amtstrachtt
der Diakone dargestellt mit rechteckigem
Rost (seinem Marterwerkzeug), Evangelienbuch
und Kreuz, Almosen austeilend und mit Märtyrerpalme.
Er ist der Patron der Armen, weil er als
Diakon für sie zu sorgen hatte. Der Patron
der Bibliothekare, weil er die Kirchenbücher
in Verwahrung hatte, und der Patron aller
mit Feuer beschäftigten Berufe wie Feuerwehrleute,
Köche und Bäcker, weil er auf einem glühenden
Rost verbrannt wurde.
Zwecks
Anfertigung eines Planes war man mit den
Architekten Rüdell und Odenthal in Köln
in Verhandlung getreten, die ein Projekt
zu einer Kirche im romanischen Stil entwarfen,
das von dem Kirchenvorstand und der kirchlichen
Gemeindevertretung so wie von der geistlichen
und weltlichen Behörde genehmigt und dem
Bau zu Grunde gelegt wurde. Mit der Ausführung
des Baus wurde ebenfalls die Firma Rüdell
und Odenthal betraut. Im Laufe des Sommers
wurde in dem Garten des Pfarrers eine Notkirche
errichtet und als Dank mit dem Abbruch der
alten Kirche begonnen; jedoch konnte erst
nach Überwindung großer Schwierigkeiten
im Frühjahr 1888 (19. März) der Grundstein
zur neuen Kirche gelegt werden. Trotz der
ungünstigen Witterung hatten sich fast alle
Pfarreingesessenen zu dieser Feier eingefunden.
Die Legende
erzählt folgende Geschichte über den hl.
Laurentius: Zu der Zeit, da Sixtus II
Papst in Rom war, lebte dort unter den Christen
ein junger Mann, der war aus Spanien gekommen.
Sixtus schloss ihn in sein Herz und nahm
ihn auf unter die sieben Diakone, die mit
der Pflege der Armen und der Verteilung
der Almosen betraut waren. Es geschah aber,
dass in jenen Tagen der Kaiser Valerian
den Christen um ihres Glaubens willen nachstellte.
So wurde Laurentius gezwungen, die Kirchenschätze.
herauszugeben. Er versprach dem Kaiser:
"Gib mir drei Tage Zeit, so will ich
alles vor dir ausbreiten, was wir Christen
als unser kostbarstes Gut erkennen!"
Damit gab sich der Kaiser zufrieden und
ließ ihn frei. Daraufhin ging Laurentius
durch die Stadt und verschenkte alles Gut
derKirche unter die Bedüftigen. Am dritten
Tag ging er mit allen Lahmen, Blinden, Hungernden,
den Kranken und Ausgestoßenen zum Palast
des Kaisers und rief: "So halte ich
mein Versprechen! Sieh, das ist der Schatz
der Kirche. Achte ihn nicht gering. Heller
als Gold und Diamanten strahlt in ihren
Herzen der Glanz des Glaubens!" Da
konnte der Kaiser seinen Zorn nicht mehr
bändigen. Er ließ einen eisernen Rost herbeitragen,
auf den band man Laurentius fest und verbrannte
ihn bei lebendiqem Leibe. Standhaft ertrug
er die furchtbare Qual. Der Kaiser konnte
selber das grausige Spiel nicht ansehen
und ging in seinen Palast zurück.
Gute Hände nahmen sich des toten Laurentius
an und begruben ihn an geweihter Stätte.
Der Tod des Heiligen aber bestärkte die
Gemeinde im Glauben. Gedenktag ist der
10. August.