Unser Niederrhein          Projekt der 7b Schuljahr 2001/2002

Ich bedanke mich bei Tamara für ihre Mitarbeit.
 

 


Evangelische Kirche in Uedem

 

Der Kirchturm
Als um das Jahr 1630 die Kirche errichtet wurde, wurde sie mit einem niedrigen Dachreitertum versehen. Auf dem Turme befanden sich Hahn und Kreuz, die Zeichen lutherischen Bekenntnisses. Dies ist auf dem Bilde Jan de Beyer's aus dem Jahre 1744 deutlich sichtbar. In diesem Dachreiterturm befand sich ein kleines hell läutendes Glöckchen, das die Gemeinde zu den sonntäglichen Gottesdiensten zusammen rief.
Der bauliche Zustand dieses niedrigen Glockenturms hatte nach fast 250 Jahren seit der Errichtung schwer gelitten und stellte Ende des vorigen Jahrhunderts eine Gefahr für die Gottesdienstbesucher dar. Daher entschloss sich das Presbyterium mit Zustimmung der Königl. Regierung in Düsseldorf vom 11. Dezember
1876 zur Errichtung eines massiven Glockenturms und zur gleichzeitigen Anschaffung von drei neuen Glocken. Das vorhandene kleine Glöckchen, das über 200 Jahre seinen Dienst getan hatte, sollte mit der Fertigstellung des neuen Turmes seinen Dienst beenden.
Das Geld für die Errichtung des neuen Kirchturms nahm das Presbyterium aus einem Grundstücksverkauf am Niedermühlenweg. Denn im Jahre 1876 wurde zum Zwecke des Ausbaues der "Staatsstraße von Calkar nach Winnekendonk“ das Pfarrland am Niedermühlenweg im Wege des Enteignungsverfahrens durchschnitten und gegen eine Entschädigung von 685,59 Euro verkauft. Im Jahre zuvor (1875) hatte die Gemeinde den ten Hornenhof verkauft.
Nur 41 Jahre war es den Glocken vergönnt, die Gemeinde zum sonntäglichen Gottesdienst zusammenzurufen. Denn bereits am 30. November
1917, mitten im ersten Weltkrieg, mussten sie für den Kriegsdienst geopfert werden. Die Gemeinde erhielt eine Vergütung von 1376,91 Euro.
Im November 1927 erwarb die Gemeinde drei neue Glocken, und zwar eine große eine mittlere und eine kleine Glocke.

Quelle ?

Die Geschichte der evangelischen Kirchengemeinde Uedem von 1550 bis 1950

Bau der Kirche: Mitten im dreißigjährigen Krieg, etwa um das Jahr 1630, wurde die evangelische Kirche auf ihrem jetzigen Standort errichtet. Bauunterlagen aus der Zeit der Errichtung sind leider nicht mehr vorhanden. Sie sind der Feuersbrunst im Jahre 1686 restlos zum Opfer gefallen. Doch kann vermutet werden, dass die Kirche mit Unterstützung des Marktgrafen Georg-Wilhelm von Brandenburg, der seinen Sitz unter anderem im Kreis Kleve hatte, und des vorerwähnten Freiherrn Stephan von Hertefeld wie auch der Freiherrn von Morrien auf Haus Calbeck errichtet worden ist.

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