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Kirchturm Als
um das Jahr 1630 die Kirche errichtet wurde, wurde sie mit einem niedrigen
Dachreitertum versehen. Auf dem Turme befanden sich Hahn und Kreuz, die Zeichen
lutherischen Bekenntnisses. Dies ist auf dem Bilde Jan de Beyer's aus dem Jahre
1744 deutlich sichtbar. In diesem Dachreiterturm befand sich ein kleines hell
läutendes Glöckchen, das die Gemeinde zu den sonntäglichen Gottesdiensten
zusammen rief. Der
bauliche Zustand dieses niedrigen Glockenturms hatte nach fast 250 Jahren seit
der Errichtung schwer gelitten und stellte Ende des vorigen Jahrhunderts eine
Gefahr für die Gottesdienstbesucher dar. Daher entschloss sich das Presbyterium
mit Zustimmung der Königl. Regierung in Düsseldorf vom 11. Dezember 1876 zur Errichtung eines
massiven Glockenturms und zur gleichzeitigen Anschaffung von drei neuen
Glocken. Das vorhandene kleine Glöckchen, das über 200 Jahre seinen Dienst
getan hatte, sollte mit der Fertigstellung des neuen Turmes seinen Dienst
beenden. Das
Geld für die Errichtung des neuen Kirchturms nahm das Presbyterium aus einem
Grundstücksverkauf am Niedermühlenweg. Denn im Jahre 1876 wurde zum Zwecke des Ausbaues
der "Staatsstraße von Calkar nach Winnekendonk“ das Pfarrland am
Niedermühlenweg im Wege des Enteignungsverfahrens durchschnitten und gegen eine
Entschädigung von 685,59 Euro verkauft. Im Jahre zuvor (1875) hatte die
Gemeinde den ten Hornenhof verkauft. Nur
41 Jahre war es den Glocken vergönnt, die Gemeinde zum sonntäglichen
Gottesdienst zusammenzurufen. Denn bereits am 30. November 1917, mitten im ersten Weltkrieg,
mussten sie für den Kriegsdienst geopfert werden. Die Gemeinde erhielt eine
Vergütung von 1376,91 Euro. Im November 1927 erwarb die Gemeinde drei neue
Glocken, und zwar eine große eine mittlere und eine kleine Glocke.
Quelle
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