Unser Niederrhein Projekt
der 7b Schuljahr 2001/2002
Ich
bedanke mich bei Anna für ihre Mitarbeit.
St.Nikolaus
Veen
Von einem
unbekannten Künstler wurden, um das Jahr
1590, die beiden wertvollen Figuren aus
Mooreiche geschnitzt:" Jesus auf dem
kalten Stein" und "St. Rochus,
der Patron der Pestkranken".. Im
September 1888 wurde mit der farbigen Ausschmückung
des Kirchengewölbes und der Wände des Chores
unter der Leitung des aus Goch stammenden
Krefelder Dekorationsmaler Rensig begonnen
Im Turm unserer Kirche hängen 4 Glocken.
Die Marienglocke und die Annaglocke wurden
im Jahre 1630 an Ort und Stelle in Veen
gegossen vom Glockengießermeister Helling
aus Kalkar. Die Jesus Maria-Glocke aus dem
Jahre 1416 wurde im Jubiläumsjahr der Kirche
1932 (700-Jahrfeier der Kirche) umgegossen.
Sie trägt die alte Inschrift: MARIA IS MIN
NAEM / DAT IS GOT BEQUAEM INT JEAR ONS HEREN
MCCCCXV1 (1416).Die Glocke aus dem Jahre
1932 trägt die Inschrift: "Mit Nikolaus
durch Sturmesbraus zum Vaterhaus". Glockentöne:
E.GIS.AIS.DIS. Gewicht der Glocken: 1.180
kg 550
kg 370 kg 150 kg Bis zum
Jahre 1887 schloss ein großer Grabstein
die Gruft unter dem Ostchor unserer Kirche
ab. 1931 wurde dieser Grabstein wieder entdeckt.
Die Inschrift in lateinischen Majuskeln
lautet in deutscher Übersetzung: "Dem
heiligen Gott und den Nachkommen!"
Dem hochedlen Herrn Friedrich von Brempt,
Herrn in Veen, Ortsherren und Pfandherren
der Präfekturen Geldern, Reimbach, Ruhrort
usw. Dem besten Gatten hat Margaretha von
Wylich, die überlebende Gattin, dieses Denkmal
mit vielen Tränen gesetzt und geweiht. Ein
Herz - Ein Weg. Er lebte 51 Jahre. Er starb
am 20. Oktober 1613. Der jetzt geschlossene
geräumige Begräbniskeller unter dem Chor
der Kirche war bestimmt für die Beisetzung
der Priester und der für die Familien des
Hauses Veen und der Burg Winnenthal. Schwere
Kämpfe und Panzerschlachten zerstörten im
März 1945 nicht nur das Dorf Veen, sondern
auch unsere altehrwürdige Pfarrkirche. Die
St. Nikolauskirche war ein großer Trümmerberg.
Ein Wiederaufbau schien damals zweifelhaft.
Unter großen Opfern und durch unermüdliche
Mitarbeit der Gläubigen erstand die Kirche
wieder aus ihren Trümmern. So konnte man
nach und nach aus den Noträumen, wo der
Gottesdienst abgehalten werden musste, wieder
in die wiedererbaute imposante St. Nikolauskirche
zurückkehren. Das ganze linke Seitenschiff
der Kirche war durch Granaten vollkommen
weggerissen worden. So war es sehr sinnvoll,
dass gerade in diesem linken Seitenschiff
ein ergreifende Erinnerung an die harte
Kriegszeit angebracht wurde: Eine große
Steinwand aus gebrannten Tontafeln mit den
Namen der Opfer der beiden Weltkriege aus
der St. Nikolausgemeinde, aber auch mit
der besonderen Aufforderung zum Gebet für
den Frieden. 1983 wurde die neue Orgelempore
errichtet. Die Orgel wurde von ihrem Standort
in der Ecke des linken Seitenschiffes wieder
an ihren ehemaligen Standort im Westchor
der Kirche gebracht. Der ehemalige Hochaltar
aus Holz wurde durch Granaten zerstört.
Ein wuchtiger Altarblock aus Stein wurde
in den Mittelpunkt des Gotteshauses gestellt.
Dieser Altar stand ehedem in der St. Nikolauskirche
zu Walbeck. Auf einer gotischen Säule
vom Xantener Dom steht zur Rechten das silberne
Tabernakel mit dem großen Bergkristall.
Die
Gemeinde Veen, auch Krayenveen genannt,
verdankt ihren Namen dem früheren Sumpfgebiet
ET-VEEN. Schon lange vor dem Jahre 1000
hatte Veen eine kleine Kapelle. Tuffsteinfundamente
befinden sich noch unter dem Ostchor der
Kirche. Nach Abtrennung von der Mutterkirche
Xanten wurde Veen am 11. Dezember 1232 am
Fest des hl. Papstes Damasus eine selbstständige
Pfarrgemeinde. Bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts
gehörte Veen zur Erzdiözese Köln, seit dem
Jahre 1821 zum Bistum Münster. Das Patronatsrecht
hatten die Herren von Veen, Hetterscheid
, von Wylich und Brempt. Das alte Haus der
Herren von Veen, an der Nordseite der Kirche,
wurde 1682 abgebrochen. Das Ostchor der
Kirche ist vom Jahre 1320; ihm war ein kleines
Langhaus angebaut, das beim Neubau der Pfarrkirche
abgerissen wurde. Durch Otto von Hetterscheid
begann man im Jahre 1485 mit dem Neubau
der Kirche. Der damalige Pfarrer hieß Arnold
Ruyken. Der Turm der Kirche wurde im Jahre
1457 errichtet. Dorf und Kirche wurden im
Jahre 1524 durch Plünderung heimgesucht,
so dass nur wenig von der ursprünglichen
Einrichtung übrigblieb. Infolge der kalvinischen
Wirren wurde die Kirche im Jahre 1578 wiederum
beraubt. Durch Sturm wurde im Jahre 1717
der Turmhelm vernichtet und von Schreinermeister
Nikolaus op Kooth wiederhergestellt. Eine
Gesamtrenovierung der Kirche und des Kirchenturms
erfolgte unter Pfarrer Johannes Paul Hochschulte
im Jahre 1877. Sein Nachfolger, Pfarrer
Wilhelm Adolf Rudolph, führte eine gründliche
Innenrenovierung der Kirche durch. Aus dieser
Zeit stammen die meisten künstlerischen
Arbeiten im Kirchenraum. Von dem Bildhauer
Ferdinand Langenberg aus Goch wurde 1892
der Rosenkranzaltar geschnitzt: "Maria
überreicht dem Dominikus den Rosenkranz".
Die Skulptur "Der Tod des heiligen
Joseph" stammt ebenfalls aus seiner
Bildhauerwerkstatt. Die Gestaltung der Kanzel
hatten die Gebrüder Tenelsen aus Krefeld
übernommen(1896).Im Jahre 1902 wurde eine
neue Orgel von der Firma Tibus in Rheinberg
installiert. Die Orgelbühne wurde vergrößert.
Der Erweiterungsbau Sakristei erfolgte im
Jahre 1906. Im Jahre darauf erhielt die
Sakristei einen neuen reichgeschnitzten
Ankleidetisch und die großen Paramenteschränke.
Der Hochaltar aus dem Jahre 1875 wurde im
2.Weltkrieg zerstört (1945). Erhalten blieben
vom Flügelaltar die 4 großen Tafelgemälde: 1.
Die Darstellung Christi Geburt in Bethlehem. 2.
Die Anbetung des Kindes durch die Könige. 3
.Die Verkündung an Maria. 4.Die Darstellung
im Tempel. Die Tafeln 1 und 2 stammen
aus der Zeit um 1550. Es handelt sich um
eine sehr wertvolle Lokalarbeit. Die Darstellung:
Niederrheinisch mit süddeutschem Einschlag. Am
23.Juli 1888 wurde im östlichen Giebelfeld
der Kirche die große Kreuzigungsgruppe aufgestellt,
angefertigt durch den Bildhauer Ferdinand
Langenberg. Vom gleichen Künstler stammen
auch die reichgeschnitzte Kommunionbank
mit der Darstellung der Jünger von Emmaus
und der vier Evangelisten: Matthäus, Markus,
Lukas und Johannes wie die ehemaligen Reliefs
am Hochaltar mit der Darstellung: "Veronika
reicht Jesus das Schweißtuch" und die
"Grablegung Jesu".