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Ich
bin ein "Niederrheiner"
! (Die
sechs abgebildeten
Personen kommen
allesamt vom
Niederrhein.
Klicken Sie
auf die Fotos,
um zu sehen,
wo genau die
Damen und Herren
herkommen.) 6x
war ich in der
Türkei (siehe
auch mein kleines
Türkei-Album
,
was auf dieser
Website im Verborgenen
blüht). Da viele
Türken zum einen
sehr kontaktfreudig
sind, zum anderen
häufig auf mehr
oder weniger
ausgedehnte
Deutschland-Aufenthalte
zurückblicken
können, lautet
die Frage nach
der Kontaktaufnahme
in Bodrum, Marmaris,
Kalkan, Alanya
.... häufig:
"Wo kommen
Sie her?"
(Oder auch:
"Wo kommst
du her?")
- Meine Antwort:
"Ich
komme vom Niederrhein,
aus der Nähe
von....
Danach kurzes
Taxieren des
Gegenüber und
die Ergänzung:
...Düsseldorf".
Oder auch: ...Krefeld."
Oder auch: ...
Moers."
Aber nicht:
... Kevelaer."
Das wäre doch
zu kleinkariert,
provinziell,
eine Kenntnis
und korrekte
Einordnung des
Ortes auf der
geistigen Landkarte
kann nicht erwartet
werden.
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Warum
diese Art der
Herkunftsbeschreibung?
Reicht es nicht
zu sagen: "Ich
komme vom Niederrhein."
Oder: "Ich
bin ein Niederrheiner".
Braucht es immer
die Anlehnung
an ein städtisches
Gebilde? Offenbar
drängt es uns
"Niederrheiner"
immer wieder
nach Präzisierung,
wir trauen unserer
eigenen Herkunft
keine Eigenständigkeit
zu. Gibt es
überhaupt den
"Niederrhein",
so wie es "Franken"
gibt, oder "Baden"
? Beziehen wir
eine landsmannschaftliche
Identität aus
der Begrifflichkeit?
Schlaue Geister
sagen: der Niederrhein
ist aus historischen
Gründen so konturenlos
und nebulös
in der
Abgrenzung wie
ein Hochdrucktag
im Februar.
Er war über
Jahrhunderte
kein homogenes
Gebilde (Franzosen,
Preußen, Kultur-
und Religionskampf,
Durchgangsraum...).
Und daraus ergibt
sich logisch:
Wenn es keinen
fest umrissenen
Niederrhein
gibt, dann gibt
es auch keine
Niederrheiner,
schon gar nicht
DEN Niederrheiner !
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